Geschichte

Beitragsseiten

Nach dem Kriegsende 1945 sammelten sich die Heimgekehrten und die wenig Daheimgebliebenen und versuchten einen neuen Anfang.

Hauptsächlich zu verdanken haben wir es, wenn es jetzt und heute wieder einen SV U gibt, den Männern Michael Wittmann, der den 1. Vorstand machte, Hans Reichinger als Spielleiter und Georg Heyden, dem Kassier.

Die Wiedergründung ging jedoch nicht so reibungslos vonstatten wie man es sich heute vorstellt.

Damals waren alle Vereine im Volksbildungsverein zusammengezogen. Auf Initiative der drei eben genannten Männer trennte sich der Sportverein vom VBV und stellte sich auf eigene Füße.

Unter großen Schwierigkeiten mussten nun die notwendigen Utensilien, ohne die man nicht Fußball spielen kann, beschafft werden.

Der Sportplatz, den der SV U vor dem Krieg benutzte, stand nicht mehr zur Verfügung. Es wurde also ein neues Spielfeld benötigt. Nach langwierigen Verhandlungen gelang es den Funktionären, den auch heute noch als B-Platz zur Verfügung stehenden Platz „am unteren Röthweiher“ zu pachten.

Besonders erwähnen muss man hier das Entgegenkommen der Besitzer „Hans Göhring“ und „Stefan Schrammel“. Das Vereinslokal wurde im Gasthof Wild eingerichtet, das es bis 1982 blieb. Der Wechsel vom Gasthof „Pölloth“ zum Gasthof „Wild“ kam auf Wunsch vom Wirt des Gasthofs Pollöth zustande, da er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage war seine Wirtschaft zu führen.

Nachdem nun die letzten Hindernisse beseitigt waren, wurde im Herbst 1945 der Spielbetrieb aufgenommen. In die Punkterunde, und zwar in der B-Klasse, konnte jedoch erst im Jahre 1946 eingegriffen werden.

Die Mannschaft setzte sich aus den Spielern Hirsch Georg, Kellermann Hans, Dörrer Hans, Stengel Bruno, Dietz Franz, Koch Adam, Heyden Georg, Wittmann Michael, Meier Johann, Göhring Georg, Reichinger Johann, Meier Georg, Stefan Wittmann,Bogner Hans, Eckstein Georg, Ruff Michael, Bloß Konrad, Schneider (Tw), Fleischberger Hans, Buchner Leonhard und Schrödel Hans zusammen.

Das erste Spieljahr wurde gut über die Runden gebracht. Jedoch in der 2. Saison, also 1947 kam die Mannschaft in große Abstiegssorgen. Aber der SV U schaffte den Klassenerhalt dank der Rückkehr von so wichtigen Spielern wie Leonhard Heyden, Heinrich Koch, Paul Linßner und Georg Eckstein aus der Gefangenschaft.

Die damaligen Höhepunkte im Vereinsgeschehen auf dem sportlichen Sektor waren nicht so sehr die Verbandspiele, sondern vielmehr die verschiedenen Pokalturniere in der näheren Umgebung. Der SV Unterferrieden wurde zu der Zeit nur „Der Pokalschreck“ genannt. Die Anreise zu den einzelnen Spielen erfolgte aus Mangel an eigenen Fahrzeugen fast ausschließlich mit dem LKW unseres Vereinsmitglieds Ludwig Arzt aus Seligenporten.